So bestellt man Knöpfe und Reißverschlüsse heute

Reißverschluss im Hoddie

Kurzwaren – ein Begriff, der in den 50er Jahren sehr gebräuchlich war, findet sich heutzutage nur noch selten in unserem Sprachgebrauch. Dabei benutzen viele von uns Kurzwaren ohne es zu wissen, ganz besonders die fleißigen Hobbyschneider unter uns. Wer zum Beispiel einen Reißverschluss kaufen möchte, der geht in einen Kurzwarenlade

Definition Kurzwaren

Der Begriff Kurzwaren stammt aus dem 18. Jahrhundert und hat sich aus dem Wort kurze Waren weiterentwickelt. Kurze Waren sind sämtliche Produkte und Zubehör, die zum Nähen benötigt werden. Unter anderem gehören dazu Nadeln, Gummis, Knöpfe und Reißverschlüsse. Kurzwaren finden wir in speziellen Kurzwarenläden, die ausschließlich Nähzubehör und Stoffe verkaufen. Es gibt auch Discounter und Supermärkte, die an einem festen Regal eine kleine Auswahl an Kurzwaren verkaufen. Mitunter verkaufen auch einige Textilmärkte und Baumärkte im Discounterstil Nähzubehör. Dieses ist allerdings nicht so hochwertig und es gibt nur wenig Auswahl. In der Nachkriegszeit war es üblich, dass eine Schneiderei angrenzend in einem kleinen Verkaufsraum auch Kurzwaren anbot. Kurzwaren sind kleines Zubehör, die ausschließlich zum Nähen benötigt werden. Sie werden pro Stück gezählt und manchmal noch abgewogen.

Sortiment Kurzwaren

Welche Produkte zählen genau zu den kurzen Waren?

  • Reißverschlüsse
  • Nährgarn
  • Nadeln
  • Zwirn
  • Gummis
  • Knöpfe
  • Applikationen
  • Bänder
  • Borten
  • Stoffkreide
  • Fingerhut
  • Stecknadeln
  • Nadeleinfädler
  • Nähmaschinenzubehör
  • Sicherheitsnadeln
  • Strick- und Häkelnadeln
  • sämtliches Nährgarn
  • Gardinenbänder- und haken
  • Nadelkissen
  • Schnallen und Ringe
  • Nieten, Ösen
  • Bommeln und Troddeln

Worauf sollte beim Kauf von Kurzwaren geachtet werden?

Wichtig ist zum einen eine Liste mit allen Dingen zu erstellen, die für die gewünschte Näharbeit wichtig sind. Wird mit der Hand genäht, sind Nähnadel, Garn oder Zwirn, eine Stoffschere sowie Malkreide und Stecknadeln zum Abstecken unerlässlich. Wer mit der Nähmaschine näht, benötigt hochwertige Nähmaschinennadeln, das richtige Garn für die Maschine, eine gute Spule und Umlaufgreifer. Nadelkissen und Schneiderlineale sind nützliche Helfer. Ein wichtiger Punkt ist der Einsatz der richtigen Nadel, denn es gibt Sticknadeln, Nähnadeln, Stopfnadeln; Nadeln für unterschiedliche Stoffe wie Jeans oder Leder, Zwillingsnadeln sowie Nadeln für Gummibänder. Ebenso ist der Einsatz des richtigen Garns unerlässlich. Nicht jedes Garn hält an jedem Stoff gleich gut und lässt sich anders verarbeiten. Erhältlich sind unter anderem Baumwollgarn, Polyestergarn, Nylongarn, Viskosegarn, Garn für Knopflöcher, Seide und zum Sticken, Effektgarn sowie Metallic Garn. Daher sollte man sich vor der Näharbeit informieren, für welchen Stoff und welches Nähvorhaben (Nähen einer Tischdecke oder einer Bluse) welches Garn das Richtige ist.